FRUMMI: Koffein gegen Haarausfall – Studie (2021)

Schon seit langem wird in den Medien mit Koffein, als schnelle und sichere Abhilfe geworben, doch bisher waren die klinischen Belege diesbezüglich eher verhalten.

Demzufolge galt Koffein bis dato zwar als hilfreich, um die Haarwurzel zu stimulieren, aber keineswegs als Mittel gegen die fortschreitende Alopezie.

Eine neue Studie bringt genau diese Erkenntnis allerdings in einen neuen Zusammenhang und konnte feststellen, dass Koffein offensichtlich doch für mehr Haarwuchs und die Vermeidung des Haarverlusts geeignet ist.

Was es damit auf sich hat, wie erfolgreich Koffein für Dein Haarwachstum wirklich sein kann und worauf es bei der Verwendung ankommt, haben wir in unserem aktuellen Beitrag erläutert.

Volles, gesundes Haar ist heutzutage nur noch ein Symbol von Attraktivität und Gesundheit. Schließlich benötigt der Mensch in der modernen Zeit keine Haare mehr als Schutz vor Sonneneinstrahlung oder Kälte, wie es in früheren Epochen üblich war. Trotzdem wünscht sich jeder eine widerstandsfähige, voluminöse Haarpracht, die dem Erscheinungsbild schmeichelt und das Selbstbewusstsein stärkt.

Koffein

Volles Haar als Zeichen der Attraktivität?

Gerade Männer im reiferen Alter verbinden volle Haare mit einem gesunden Aussehen, das Ästhetik und Lebendigkeit zeigt.

Wenn dann allerdings der Haarverlust einsetzt und sich zunehmend lichtere Stellen bilden, entsteht schnell eine Abwärtsspirale aus mangelndem Selbstwertgefühl, Scham und dem Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben.

Es gibt verschiedene Arten von Haarausfall. Die zwei häufigsten Varianten sind der erblich bedingte Haarverlust durch eine Überempfindlichkeit gegen Dihydrotestosteron und die diffuse Alopezie, die einen festen Auslöser (u.a Mangelernährung, Medikamente, mangelnde Haarpflege) hat. Letztere gilt als reversibel, wohingegen erblicher Haarausfall nur in seinem Verlauf abgeschwächt, aber nicht vollständig therapiert werden kann.

Schnelle Hilfe bei erblichem Haarausfall

Sobald der Haarausfall entsteht, gilt es, schnell zu handeln. Nur so gelingt es, den Verlauf und die Auswirkungen gering zu halten.

Dabei finden sich mittlerweile zahlreiche Therapieansätze gegen den Haarverlust, die sich aber vornehmlich auf die diffuse Krankheitsform beziehen. Genetisch bedingte Alopezie jedoch konnte bis dato nur mit zwei Mitteln erfolgreich gelindert werden. Minoxidil und Finasterid.

Das soll jetzt allerdings der Vergangenheit angehören, denn Forscher entdeckten, auch Koffein kann den androgenetischen Haarausfall bekämpfen.

Koffein gegen Haarausfall: Wirksames Mittel oder reine Propaganda?

Zugegeben, schon seit vielen Jahren wird Koffein in den meisten Pflegeprodukten eingesetzt, die den Haarausfall stoppen und kräftige Haarfollikel hervorbringen sollen. Allerdings gab es bisher keine richtigen Nachweise darüber, dass das Naturprodukt tatsächlich ein Mittel gegen Haarausfall sein kann.

Koffeinshampoo doch mehr als „nur“ Werbeträger?

Viele Hersteller von Shampoos werben in den verschiedensten Zusammenhängen mit dem Rückgang des Haarverlusts und einem gesunden, kraftvollen Haarwuchs bei regelmäßiger Anwendung der besagten Produkte.

Die Basis für jene Werbeversprechen liefert daraufhin meist ein bestimmter Inhaltsstoff: Koffein.

So soll Koffein die Haarwurzeln stimulieren und für einen verbesserten Haarwuchs verantwortlich sein. Diese bis dato eher marketingwirksamen Aussagen sind jetzt angeblich durch eine neue Studie belegt worden.

Fakten rund um Koffein?

  • Koffein ist ein sogenanntes Alkaloid, das zu den Substanzen mit stimulierenden Effekten gehört und den psychoaktiven Produkten unterliegt. Es handelt sich um einen farblosen und geruchsneutralen Teststoff, der besonders durch seinen Einfluss auf die Nervenaktivität bekannt geworden ist.
  • So findet sich Koffein für gewöhnlich in Tee, Cola, Energydrinks, Kaffee, Guarana oder in geringen Dosen in Kakao. In dem Zusammenhang wird er als ein weißes, kristallenes Pulver beschrieben, das einen bitteren Geschmack besitzt und zu den häufigsten aktiven Stoffen zählt, die konsumiert werden.
  • Koffein lässt sich entweder durch Extraktion von Kaffeebohnen oder Teeblättern gewinnen und gilt als klassisches Produkt des Entkoffeinierens. Der Name Koffein entstand hierbei aus dem Vorkommen im Kaffee, einem der Hauptlieferanten.
  • Innerhalb von Deutschland gibt es das natürliche und das synthetische Koffein, wobei seit 1997 auf den Lebensmitteln vermerkt werden muss, wenn Koffein einen Inhaltsstoff darstellt.

Studie zeigt überraschendes Ergebnis

Ob und inwieweit Koffein einen positiven Einfluss auf die Haarfollikel hat, darüber streiten sich seit jeher die Meinungen.

Während manche behaupten, das Produkt hätte lediglich eine untergeordnete Wirkung auf den Haarwachstumszyklus, schwören andere seit Langem auf die große Effektivität bei der Anwendung von Koffein bei Haarverlust.

Jener Ansicht ging nun die Uniklinik in Schleswig-Holstein auf den Grund, indem sie eine weitere Studie absolvierte.

Die Ärzte wollten hierbei wissen, ob Koffein tatsächlich eine gesunde Auswirkung auf den Haarwuchs haben kann. Stellt sich zunächst die Frage, welchen Einfluss Koffein überhaupt auf die Haare hat.

Wie wirkt Koffein auf den Haarausfall?

Koffein hat auf einige Zellen einen positiven Einfluss und regt die Haarfollikel an, zu wachsen. Dies führt zu einer Kettenreaktion, durch die der Haarwachstumszyklus wieder stimuliert wird, was für eine vermehrte Produktion gesunder Haarfollikel verantwortlich ist.

Schon gewusst?

Ein zu geringer Anteil an Testosteron als Auslöser des Haarausfalls konnte schon 2017 in einer umfassenden Studie mit 373 männlichen Probanden entkräftet werden. Hierbei fanden die Forscher keinerlei Zusammenhänge, die belegen, dass der Testosterongehalt mit dem Haarverlust in Verbindung steht. Im Gegenteil, das Dihydrotestosteron ist für die Symptome und das Einsetzen des Haarverlusts verantwortlich.

Quelle:

https://praxistipps.focus.de

Energiezufuhr für die Haarfollikel

Koffein ist wie ein Energieschub für unsere Zellen, denn es hat einen Einfluss auf den gesamten Organismus.

So verhindert es zum Beispiel, dass sich erschlaffte Moleküle aus dem Gehirn plötzlich in den Nervenbahnen ansiedeln, sodass Koffein hilft, länger wach zu bleiben.

Laboruntersuchungen haben ebenfalls gezeigt, dass der Haarwuchs durch Koffein aktiviert werden kann.

Dazu setzt der Stoff direkt an den Follikeln an, weil unser Organismus dort viele bereits abgestorbene Zellen sowie Proteinfasern in einigen Lagen ansiedelt, obwohl jene bereits abgestorben sind.

Geringere Produktion von Dihydrotestosteron

Koffein hat einen positiven Einfluss auf die Hemmung von Phosphodiesterase und kann durch seine Anti-Testosteron-Effekte bei androgenetischem Haarausfall dazu beitragen, dass weniger des männlichen Hormons in das schädigende Dihydrotestosteron umgebaut wird.

Direkter Einfluss auf den Haarwachstumszyklus

Jeder Mensch besitzt etwa fünf Millionen Haarfollikel, aus denen erst nach zwei bis zu sieben Jahren ein gesundes Haar heraussprießen kann.

Es durchläuft den drei Phasen Zyklus des Haarwuchs, fällt aus und sogleich entsteht ein neues, was zu dem normalen Haarausfall von bis zu 150 Haaren täglich führt.

Sobald der natürliche Zyklus allerdings durch verschiedene Einflüsse gestört wird, entsteht eine Dysbalance und der krankhafte Haarverlust stellt sich ein.

Genau zu diesem Zeitpunkt kommt das Koffein als Mittel gegen die Alopezie hinzu.

Es aktiviert die Haarwurzeln, sodass der Haarwuchs wieder beschleunigt wird und stärkt die Follikel von innen heraus, woraufhin gesunde, kraftvolle Haare entstehen.  

Koffeinwirkung durch Studie endlich belegt?

Die Studie umfasste eine Testreihe, durch die die Wirkung von Koffein genauer untersucht werden sollte. Hierbei wurden Proben der Kopfhaut in zwei verschiedenen Lösungen mit und ohne Koffein eingeweicht. Das Ergebnis lieferte eine deutliche Tendenz.

Zwei Lösungen als Testgrundlage

Ausgangspunkt der Studie unter Tobias Fischer, einem Oberarzt der an der Uniklinik Schleswig-Holstein Bereich Dermatologie die Versuchsreihe begleitete, waren zwei Lösungen.

Die eine bestand aus reinem Testosteron, die andere aus einer Mischung von Testosteron und Koffein. Das Resultat war erstaunlich.

Demnach kam es bei den eingeweichten Haaren der Testosteron-Koffein-Mischung deutlich schneller zum Haarwuchs als bei der Variante ohne Koffein.

Quelle:
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/bjd.13114

Zweifelhafte Grundlagen

Dieser Versuch für sich betrachtet erscheint jedoch weiterhin als nicht aussagekräftig genug, denn während der Untersuchung befanden sich die Haare ganze fünf Tage in der Testosteron-Koffein-Mischung.

Eine Zeit, die für gewöhnlich bei dem Kontakt zwischen Haarfollikel und Koffein nicht gewährleistet wird.

Tinktur statt Shampoo

Hierbei wäre unter anderem eine Koffeintinktur sinnvoll, die direkt in die Kopfhaut einmassiert werden kann. Andere Untersuchungen haben schließlich gezeigt, dass sich jene Variante als wirksamer erweist. Sie dringt tiefer in die Kopfhaut und kann auch länger einwirken, was den Testvoraussetzungen während der Studie näher kommt.

Allerdings gibt es noch weitere Studien zum Thema Koffein und Haarwuchs, die den positiven Einfluss des Stoffes auf die erblich-bedingte Alopezie bestätigen sollen. Sie sprechen sogar von ähnlichen Erfolgen wie bei einer Behandlung mit Minoxidil.

Quelle:

https://www.rs-aktuell.de/2796-neue-studie-kann-koffein-doch-haarausfall-verhindern.html

Koffein so wirksam wie Minoxidil?

Die Wirkung von Koffein auf den Haarwuchs ist unumstritten positiv. Doch hat es nahezu dieselben positiven Effekte wie Minoxidil, wenn die Lösung direkt auf die Kopfhaut der Person aufgetragen wird? Studien sagen „ja“, denn es steigert die Versorgung der Haarfollikel mit neuer Energie, verstärkt das Haarwachstum und hilft dadurch, schneller wieder zu kräftigem, gesundem Haar zu gelangen, wohingegen Haarausfall verringert wird.

Koffein, das Minoxidil der Neuzeit?

Der Effekt von Koffein statt Minoxidil gegen erblichen Haarausfall soll bei Männern und Frauen gleichermaßen aufgetreten sein, deswegen empfehlen Experten mittlerweile Koffein als Alternative für Personen, die durch Reizungen und Entzündungen der Kopfhaut aufgrund von Minoxidil kein entsprechendes Präparat einnehmen können. Das berichtete Professor Doktor Rachita Dhurat (Dermatologin und Wissenschaftlerin) während des 30. Fachkongresses der IFSCC.

Quelle:

https://www.presseportal.de/pm/63466/4068061

https://www.karger.com/Article/FullText/481141 (Studie)

Sinnvolle Alternative ohne allergische Reaktionen

Gerade für Personen, die sehr empfindsam sind und klassische Produkte nur schwer vertragen, soll Koffein eine schonende, aber nicht weniger effektive Alternative darstellen.

All jene positiven Stimmen beziehen sich allerdings immer auf die grundsätzliche Wirkung von Koffein. Diese ist aber längst bekannt. Problematisch wird es dann jedoch, wenn es um die Umsetzung im Alltag geht.

Theoretisch erfolgreich, praktisch schwer umsetzbar

Betrachten wir nur die Theorie, so zeigt sich eindeutig, dass Koffein gegen erblichen Haarausfall ebenso erfolgreich sein kann wie klassische Mittel in Form von Minoxidil und Finasterid. Fraglich bleibt aber, ob sich die Forschungsgrundlagen auch im alltäglichen Leben unter realen Bedingungen umsetzen lassen.

Quelle:

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Studien meist auf männliche Probanden beschränkt

Die meisten verfügbaren Studien beziehen sich auf Männer. Eine gemischte Teilnehmergruppe oder Studien, wo es um Frauen geht, die unter erblich bedingter Alopezie leiden, sind kaum vorhanden. Dadurch lässt sich die Wirkung von Koffein auf den androgenetischen Haarverlust im Allgemeinen gar nicht eindeutig feststellen.

Kontrollgruppen nur bedingt vorhanden

Ein weiterer Grund zur Skepsis ist das Thema Kontrollgruppen. So wird in einigen Studien ohne eine zweite Gruppe gearbeitet, die wiederum ein Placebo erhält. Das macht einen direkten Vergleich auf Basis verschiedener Forschungsergebnisse eher schwierig.

Verfälschte Erwartungshaltung

In einigen Studien erfahren die Teilnehmer schon von Beginn an, was bei der Forschung untersucht wird und worauf sie achten sollten.

Dies könnte, gerade bei Personen, die sehr unter dem Problem Haarausfall leiden, zu einer veränderten Wahrnehmung führen.

So wäre es denkbar, dass sich der Proband bei einer positiven Reaktion einredet, dass diese von dem Koffein stammt, ohne jedoch eindeutig feststellen zu können, dass es keinen anderen Grund hierfür gibt.

Kein neutraler Sponsor

Die Studien zum Thema Koffein und Haarausfall haben häufig einen Sponsor, der entsprechende koffeinhaltige Haarpflegeprodukte vertreibt und damit für die Bekämpfung von Alopezie wirbt. Demnach fehlt die neutrale Grundhaltung.

Wirksam ja, aber inwieweit?

Inwieweit Haarpflegeprodukte mit Koffein für ein kräftigeres Haarwachstum und eine Linderung des Haarausfalls sorgen können, bleibt also nach wie vor unklar. Fest steht jedoch, die Tinkturen und Shampoos mit Koffein sind keinesfalls schädigend für die Kopfhaut sowie das Haar, sodass sich ein Anwendungsversuch in jedem Fall lohnt. Deutlich besser erforscht sind dagegen andere Produkte gegen Alopezie.

Quelle:

https://www.karger.com/Article/Abstract/481141

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/ddg.13271

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29512972/

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1111/jdv.14624

https://www.researchgate.net/profile/Andrzej-Herman/publication/276945240_Caffeines_Mechanisms_of_Action_and_Its_Cosmetic_Use/links/5717ebae08ae986b8b79e626/Caffeines-Mechanisms-of-Action-and-Its-Cosmetic-Use.pdf

Alternativen gegen erblichen Haarausfall

Nicht nur Koffein soll den Haarausfall lindern. Es gibt auch andere Produkte, durch die eine Alopezie verringert oder gestoppt werden kann. In Verbindung damit empfehlen manche Wissenschaftler Arzneimittel, die eigens für die Bekämpfung des Haarverlusts hergestellt wurden, wie Finasterid und Minoxidil.

Minoxidil

Minoxidil ist ein beliebtes Produkt gegen die Alopezie, welches gut verträglich zu sein scheint und viele positive Resonanzen einholen konnte. Der Inhaltsstoff ist lediglich apothekenpflichtig, sodass die betroffene Person keine vorherige ärztliche Untersuchung oder ein passendes Rezept benötigt, um das Präparat einzunehmen. Minoxidil wirkt insbesondere bei erblich-bedingtem Haarausfall, allerdings ist mit einer längeren Wartezeit zu rechnen, bevor sich die Wirkung einstellt. Rund acht Wochen nach erster Einnahme könnte bei Herren eine Kontrolluntersuchung stattfinden, bei Frauen wiederum dauert der Prozess sogar drei bis vier Monate.

Finasterid

Finasterid wiederum konnte sich ebenfalls im Kampf gegen Haarausfall durchsetzen, ist allerdings ein rezeptpflichtiges Produkt. Das heißt, es muss zunächst eine ärztliche Untersuchung stattfinden, nach deren klarer Diagnose der Mediziner ein Rezept ausstellt, dass die Einnahme von Finasterid empfiehlt sowie den Betroffenen befähigt, sich jenes Medikament aus der Apotheke zu holen. Finasterid wirkt ebenfalls bei erblich-bedingter Alopezie und sollte eine schnelle Wirkung zeigen, die bereits nach einigen Stunden/Tagen einsetzt. Das Produkt senkt dazu die Dihydrotestosteron-Konzentration und hilft dem Mann, den hormonellen Haarverlust zu bekämpfen. Beide Produkte sind aber nur erfolgreich, um die Symptome oder den Verlauf zu verringern, nicht für eine vollständige Heilung, weil der erblich-bedingte Haarausfall genetische Grundlagen hat. Somit gilt er als nicht therapierbar.

Info:

Koffein ist grundsätzlich in unterschiedlichen Darreichungsformen erhältlich, doch es sollte nicht wahllos eingenommen werden. Daher empfiehlt es sich, entweder ein Shampoo oder eine Tinktur mit dem Inhaltsstoff zu verwenden. Alternativ wäre ein Nahrungsergänzungsmittel mit Koffein als Bestandteil effektiv, um den Haarverlust zu stoppen. Das reine Kaffee trinken hingegen zeigt keinerlei Wirkung.

 

Weitere Methoden gegen Haarausfall

Haarausfall lässt sich auch auf andere Arten verbessern, zum Beispiel durch eine passende Ernährung, genügend Vitamine und andere essentielle Substanzen, die der Körper nicht eigenständig bilden kann. Auf diese Weise wird der Unterversorgung vorgebeugt und der Haarwachstumszyklus muss nicht auf die wesentlichen Produkte verzichten, die ihm seine Gesundheit verleihen. Ebenso sind ausreichend Schlaf und die Reduktion von Stress unverzichtbar, damit die Haarwurzeln nicht durch negative Einflüsse belastet und in ihrer Leistungsfähigkeit beeinträchtigt werden.

Vorsicht bei Plasmatherapien

Eine aktuelle sehr umstrittene Möglichkeit, den Haarverlust zu bekämpfen ist die Plasmatherapie (platelet rich Plasma), bei welcher ein ganz bestimmtes Plasma bei den Betroffenen in die Kopfhaut injiziert wird, um das Haarwachstum zu kräftigen. Hierfür gibt es noch keine ausreichenden Beweise über Wirksamkeit und negative Begleiterscheinungen, weshalb davon dringend abzuraten wäre.

Letzter Ausweg Haartransplantation

Wenn keine Strategie bei dem Kampf gegen Haarausfall Erfolg hat, hilft nur noch eine Haartransplantation. Es kommt also zu einer Entnahme von Haaren aus einem gesunden, dicht-behaarten Kopfbereich und dem Verpflanzen in das Areal, welches von Alopezie betroffen ist.

Hierfür gibt es heutzutage verschiedene Möglichkeiten, die schonend und minimal-invasiv sind, darunter die „Follicular Unit Extraction (FUE), bei welcher sogenannte follikulare Einheiten von 1-4 Grafts (Haare) entnommen, zwischengelagert und in den betroffenen Bereich implantiert werden.

Trotz modernster Techniken und einer umfassenden Vor- und Nachsorge sind Haartransplantationen immer ein chirurgischer Eingriff, der mit hohen Kosten und diversen Nebenwirkungen verbunden ist.

Koffein durch Nahrungsergänzungsmittel

Eine andere Methode wäre die Einnahme von Nahrungsergänzungspräparaten wie Frummi. Hier findet sich Koffein ebenfalls als einer der zentralen Bestandteile, allerdings in Kombination mit vielen anderen wichtigen Nährstoffen.

Nahrungsergänzungspräparate sind dabei lediglich eine Unterstützung anderer Therapien gegen Alopezie. Gerade bei der erblichen Form des Haarausfalls lassen sich daher nur die Symptome lindern, keine vollständige Heilung erzielen. Sinn der Produkte ist es, dem Körper genügend Nährstoffe, Spurenelemente, Vitamine und Mineralstoffe zu liefern, damit der Haarwachstumszyklus in seiner Produktivität gefördert wird. Wichtige Lieferanten sind diesbezüglich Biotin, Vitamin A, C, E, D, Folsäure und Eisen.

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