Haarausfall: Was Sie wissen sollten (Frau & Mann) 2021

Haarausfall - was du wissen solltest

Haarausfall ist ein viel diskutiertes Thema, das jeden treffen kann. Wenngleich sich darum viele Artikel mit dem Problem beschäftigen, gibt es doch noch eine Menge offener Fragen, wenn es um die gefürchtete Alopezie geht.

Verständlich, dass Du bei dieser Fülle an Wissen durchaus den Überblick verlieren könntest. Das ist allerdings kein Grund zur Sorge. Wir möchten Dir in unserem Beitrag alles zu dem Thema Haarausfall als Text und Video liefern.

So kannst Du Dich ausführlich mit der Problematik beschäftigen und eventuelle Unklarheiten aus dem Weg räumen.

Stell Dir vor, Du stehst vor dem Spiegel, widmest Dich Deiner täglichen Haarpflege und stellst plötzlich fest, dass sich in Deiner Bürste zahlreiche ausgefallene Haare befinden.

Ein Szenario, das wahrscheinlich jeden zunächst in Panik versetzt. Immerhin möchte wohl keiner mit der Problematik Haarausfall in Berührung geraten.

Was jedoch für Außenstehende erst einmal wie ein Alptraum erscheint und von den meisten aus dem alltäglichen Denken verdrängt wird, kann schnell zur Realität werden.

Fakt ist nämlich, dass der Haarverlust jeden treffen könnte. 

Haarausfall - was du wissen solltest | Fakt ist nämlich, dass der Haarverlust jeden treffen könnte.

Wie entsteht Haarausfall?

Der Haarverlust wird immer durch ein Ungleichgewicht innerhalb des Haarwachstumszyklus hervorgerufen.

Dieses kann aus unterschiedlichen Ursachen entstehen, die wir im Verlauf unseres Beitrags noch näher thematisieren möchten.

Sobald das ausgewogene Verhältnis in Deinem Organismus nicht mehr vorhanden ist, wird der Haarwachstumszyklus übermäßig belastet.

Das strapaziert die Haarfollikel und sorgt dafür, dass sich entweder keine gesunden, neuen Haare bilden können oder die wachsenden Haare schnell abbrechen/ausfallen.

Haarausfall - was du wissen solltest | Wie entsteht Haarausfall?

Was ist Haarausfall?

Haarausfall beschreibt einen fortschreitenden Verlust der Kopfbehaarung, bei welchem die Anzahl der ausgefallenen Haare die Norm überschreitet und nicht mehr nachwachsen.

Durchschnittlich fallen bei jedem Menschen täglich etwa 70 bis 100 Haare aus. Diese werden bei einem gesunden Haarwachstumszyklus durch neue ersetzt.

Wäre jene Funktion aber gestört, entsteht eine Dysbalance, die den Haarausfall verursacht.

Aus fachlicher Sicht wird der Haarverlust auch als Alopezie/Alopecia oder Effluvium bezeichnet.

Haarausfall - was du wissen solltest | Statistik Haarausfall pro Tag

Der Haarwachstumszyklus:

Wenn Du Dich über den Haarausfall informieren möchtest, musst Du auch die Aufgaben des Haarwachstumszyklus verstehen. Wir haben deswegen eine vereinfachte Darstellung beigefügt.

Der Haarwachstumszyklus besteht aus drei Phasen. Die erste Phase (Anagen/Wachstumsphase) enthält rund 85% der Haare. Sie werden sowohl im Follikel als auch in der Kopfhaut produziert. Die Anagenphase beträgt zwei bis sechs Jahre. 1 bis 3 % der Haarwurzeln sind in der zweiten Phasen (Übergangs-/Katagenphase). Die Haare unterstehen einem Umbauprozess, es finden keine Zellteilung und Nährstoffversorgung statt. Die Haarwurzeln verkleinern sich. Die Katagenphase dauert zwei Wochen. Am Ende entsteht die Verhornung der Haarwurzel. Circa 8 bis 14 % der Kopfhaare sind in der dritten Phase (Ausfall-/Ruhe-/Telogenphase). Sämtliche Stoffwechselaktivitäten kommen zum Erliegen, die Haare verkümmern, es entsteht Haarausfall. Die Ruhephase dauert rund drei Monate. Im Anschluss entsteht die Haarneubildung, das wachsende Haar drängt die alten Haare aus den Follikeln, der Zyklus beginnt wieder an der Wachstumsphase.

Haarwuchsstörungen:

Verkürzt sich die Wachstumsphase oder der Zyklus wird schneller durchlaufen, entsteht Haarausfall.

Welche Arten von Haarausfall gibt es?

Es gibt viele Formen des Haarausfalls, darunter bekannte und spezielle Ausführungen.

Am häufigsten treten die erblich-bedingte (in bis zu 60 % der Fälle) und die diffuse Alopezie in Erscheinung.

stadium alopecia, Haarausfall

Erblich-bedingter Haarausfall

Der erblich-bedingte Haarausfall beschreibt den Ausfall von Haaren aufgrund einer genetisch-veranlagten Störung.

Er wird auch als klassische Alterserscheinung bei Herren betrachtet und betrifft etwa 8 von 10 Männern.

Früheste Formen beginnen schon zwischen dem 20. sowie 25. Lebensjahr.

Weitere Erkenntnisse zum erblichen Haarausfall:

  • der Fachbegriff lautet Alopecia Androgenetica
  • die Ursache ist eine erhöhte Sensibilität der Haarfollikel in Bezug auf das Androgen Dihydrotestosteron, eine Hormonform des männlichen Sexualhormons Testosteron
  • auch die erhöhte Enzymproduktion von 5 Alpha-Reduktase für die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron ist eine Ursache des erblich-bedingten Haarausfalls
  • er heißt ebenfalls androgenetische Alopezie, weil Dihydrotestosteron ein Androgen ist
  • der erblich-bedingte Haarverlust verläuft schleichend
  • die Haardichte schrumpft
  • bei Männern sind vor allem die Schläfen und die Stirn betroffen (Geheimratsecken)
  • bei Frauen handelt es sich um einen verjüngenden Scheitel
  • erblich-bedingter Haarausfall kann schnell diagnostiziert werden
  • eine Behandlung der Problematik ist kompliziert, eine vollständige Regeneration meist nicht möglich
  • häufig werden Finasterid und Minoxidil verordnet
Haarausfall - was du wissen solltest | Erblich-bedingter Haarausfall

Diffuser Haarausfall

Der diffuse Haarverlust beschreibt eine der beiden häufigsten Haarausfall-Formen. Hier entsteht die Alopezie durch eine bestimmte Ursache und tritt wahllos (diffus) auf der Kopfhaut in Erscheinung.

Weitere Erkenntnisse zur diffusen Alopezie:

  • der diffuse Haarverlust beschreibt keine Krankheit, sondern eine physische Dysbalance
  • das sichtbare Zeichen ist der einheitliche Haarausfall, der sich über die gesamte Kopfhaut verteilt
  • ein diffuser Haarausfall ist für gewöhnlich vollkommen regenerierbar, er verschwindet, wenn die Ursache behoben wurde
  • klassische Auslöser der diffusen Alopezie sind Stress, Hormonschwankungen, Medikamente, Schilddrüsenerkrankungen, eine schlechte Haarpflege oder eine Mangelernährung
  • es gibt zwei Arten des diffusen Haarverlusts (der Haarausfall setzt etwa zwei bis drei Monate nach Beginn der Ursache ein, die Haare fallen vermehrt in der Ruhephase aus oder der Haarverlust setzt schon ein bis zwei Wochen nach dem Indikator ein, dann fallen sie während der Wachstumsphase aus)
  • diffuser Haarverlust tritt bei Männern und Frauen in Erscheinung, Frauen sind häufiger betroffen aufgrund der hormonellen Schwankungen durch Schwangerschaft oder Anti-Baby-Pille
Haarausfall - was du wissen solltest - Diffuser Haarausfall

Kreisrunde Alopezie

Die kreisrunde Alopezie bezieht sich auf eine entzündliche Erkrankung, bei welcher sich die Haare auf der Kopfhaut in runden, kahlen Bereichen lichten.

Weitere Erkenntnisse zur kreisrunden Alopezie:

  • kreisrunder Haarverlust entsteht durch einen Immunangriff der Haarwurzel
  • er setzt meist schon im Kindes- oder Jugendalter ein
  • die genauen Auslöser sind bis heute unbekannt
  • vermutet wird eine fehlgeleitete Information des Immunsystem, bei welchem die Abwehrzellen die eigenen Haare angreifen
  • kreisrunder Haarverlust zeigt sich in einer überdurchschnittlichen Häufigkeit gemeinsam mit weiteren Immunerkrankungen wie Morbus Basedow
  • Mädchen sind mitunter noch schneller betroffen als Jungen
  • es wird eine erbliche Veranlagung vermutet
  • der Haarverlust setzt in Schüben ein, betrifft die Kopfbehaarung und selten auch Bart oder Körperhaare
  • die kreisrunde Alopezie regeneriert sich oft nach sechs bis zwölf Monaten von alleine, könnte jedoch wieder auftreten
  • als Behandlung wird neben der selbstständigen Regeneration auch eine Kortisontherapie empfohlen
Haarausfall - was du wissen solltest | Kreisrunde Alopezie

Kreisrunde Alopezie

Die kreisrunde Alopezie bezieht sich auf eine entzündliche Erkrankung, bei welcher sich die Haare auf der Kopfhaut in runden, kahlen Bereichen lichten.

Weitere Erkenntnisse zur kreisrunden Alopezie:

  • kreisrunder Haarverlust entsteht durch einen Immunangriff der Haarwurzel
  • er setzt meist schon im Kindes- oder Jugendalter ein
  • die genauen Auslöser sind bis heute unbekannt
  • vermutet wird eine fehlgeleitete Information des Immunsystem, bei welchem die Abwehrzellen die eigenen Haare angreifen
  • kreisrunder Haarverlust zeigt sich in einer überdurchschnittlichen Häufigkeit gemeinsam mit weiteren Immunerkrankungen wie Morbus Basedow
  • Mädchen sind mitunter noch schneller betroffen als Jungen
  • es wird eine erbliche Veranlagung vermutet
  • der Haarverlust setzt in Schüben ein, betrifft die Kopfbehaarung und selten auch Bart oder Körperhaare
  • die kreisrunde Alopezie regeneriert sich oft nach sechs bis zwölf Monaten von alleine, könnte jedoch wieder auftreten
  • als Behandlung wird neben der selbstständigen Regeneration auch eine Kortisontherapie empfohlen
Haarausfall - was du wissen solltest | Kreisrunde Alopezie

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