Haarausfall nach Sport
Von Christina Treu –

aktualisiert am 11. November 2021

Sport ist bekanntlich gut für Körper, Geist und Seele. Der Organismus wird in seinen normalen Funktionen begleitet, wir fühlen uns frei von dem alltäglichen Stress und erhalten neue Energie, um aktiv in den Tag zu starten. Doch, manchen Aussagen zur Folge soll ein intensives Workout den Haarausfall fördern. Belegbare Tatsache oder nur ein weiterer Mythos? Wir klären Dich auf in unserem heutigen Beitrag. 

Fitness und Haarverlust – Diese Verbindung gibt es wirklich

Fitness und Haarverlust – Diese Verbindung gibt es wirklich

Innerhalb der Lifestyle-Magazine ranken sich regelmäßig neue Trends sowie Mythen aneinander. Dazu zählt auch die Behauptung, dass Sport den Haarausfall begünstigen könnte. Die Rede ist hier natürlich nicht von dem normalen Aktivitätslevel, welches der Hobbysportler absolviert. Es geht stattdessen um den Profisport, wo die Personen bis an ihre Grenzen und darüber hinaus trainieren. Diese Fitnesseinheiten sollen angeblich bei Männern dazu beitragen, dass sie schneller unter Probleme wie Haarverlust leiden. Eine logische Vereinigung oder eher ein Irrglaube?

Nun, grundsätzlich gibt es durchaus einen Zusammenhang zwischen dem Haarausfall und Sport. Allerdings stehen hier nicht das Phänomen schwindender Kopfbehaarung und das Workout an sich in direkter Verbindung. Der Sport selbst führt nämlich nicht zu der gefürchteten Alopezie. 

Die Umstände eines Trainings können aber sehr wohl zu Veränderungen im Haarwachstumszyklus beitragen.

Sport und Haarausfall: So spielen sie zusammen!

Sport und Haarausfall: So spielen sie zusammen!

Fakt ist, Sport an sich hat keine negativen Auswirkungen auf das Haarwachstum und kann damit auch nicht den Haarverlust fördern. Die Bedingungen eines Trainings aber schon. Schließlich unterliegen gerade Wettkampfsportler ganz anderen Voraussetzungen als der fitnessliebende Hobbyschwimmer oder die aktive Nordic-Walking-Truppe. 

Hier geht es um Leistung und die Sportler verdienen ihr Geld damit, jene auf den unterschiedlichsten sportiven Veranstaltungen gewinnbringend einzusetzen. Daher unterliegen sie nicht nur einem schweißtreibenden Workout, sondern auch einem strengen Ernährungsplan. Der könnte unter Umständen bei zu einseitiger Kost eine Mangelerscheinung im Körper hervorrufen, welche dann wiederum die normalen Funktionen des Haarwachstumszyklus beeinträchtigt. Auf diese Weise entsteht eine Dysbalance, die den Haarausfall zur Folge hätte.

Weiterhin könnte die Einnahme von Proteinpulver oder anderen Supplements den Testosteronspiegel sowie Dihydrotestosteron innerhalb des Organismus erhöhen. Dies kann zu negativen Auswirkungen in Bezug auf die Haarstrukturen führen und demzufolge den Haarausfall beschleunigen. Vor allem die Einnahme von Steroiden begünstigt hormonelle Umbauprozesse und diese wiederum den Haarverlust. 

Nicht zu unterschätzen ist auch der mentale Druck, welcher auf einem Profisportler lastet. Speziell vor entscheidenden Wettkämpfen, in denen die Mannschaft oder die Einzelperson ihr Land vertritt sind Ausnahmesituationen, in denen ein enormer Stress vorherrscht. Wie Du sicher schon weißt, kann jener den ganzen Organismus belasten und verschiedene Symptome wie ein allgemeines Unwohlsein, Übelkeit, Erbrechen oder Haarausfall mit sich bringen. Dann ist die Rede von einem diffusen Haarverlust. 

Auch eine erhebliche Veränderung der Körperproportionen, wie es bei dem Ziel, Bodybilder zu werden oder nach einer drastischen Gewichtsabnahme der Fall wäre, könnte die Haargesundheit negativ beeinflussen. Unser Organismus würde dann plötzlich aus dem Gleichgewicht geraten und sich automatisch zunächst gegen jene Umbauprozesse wehren. Deswegen ist es für jede Art von Körperoptimierungen einerseits wichtig, langsam und in moderatem Rahmen vorzugehen, damit der Organismus nicht überfordert wird, während andererseits ein vernünftiges Konzept dahinterstecken sollte. Wer fehlerhaft trainiert oder aber durch eine Ernährung, die nicht genügend Nährstoffe beinhaltet, sein Gewicht verändern möchte, hat keine Vorteile davon. Stattdessen stellen sich eher negative Begleiterscheinungen wie eben ein Haarausfall ein. Besonders bei massiven Gewichtsveränderungen wäre es daher ratsam, einen Ernährungsberater oder einen erfahrenen Fitnesstrainer mit der Betreuung der Körperanpassungen zu beauftragen.

Haarausfall durch Sport könnte letztlich auch durch mangelnde Erholung entstehen. Wieder ist hier nicht die körperliche Aktivität selbst Ursache der Problematik, sondern die externen Faktoren. Insofern unser Körper durch ein Training bis an seine Leistungsgrenze gebracht wird, braucht er im Anschluss eine gewisse Zeit, um sich zu regenerieren. Es werden zahlreiche interne Prozesse im Körper angesteuert, er repariert leichte Mikroläsionen, der Stoffwechsel wird angekurbelt und der Erschöpfungszustand muss sich langsam abbauen, um wieder leistungsfähig zu sein. Wenn nun ein Sportler viel zu früh anfängt, erneut ein Workout zu betreiben, wird der Organismus überstrapaziert. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die generelle Leistungsfähigkeit, welche sich dadurch eher abbauen kann. Auch der Organismus selbst leidet darunter und reagiert mit Symptomen wie Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Stress. Letzterer führt dann zu negativen Emotionen, die mentale Balance gerät ins Wanken, der Körper ist nicht im Einklang mit sich und zeigt dies durch Beschwerden. Zu denen könnte dann unter Umständen auch eine spröde, brüchige Haarstruktur bis hin zu Haarausfall zählen. 

Haarausfall durch Sport – nicht jeder ist betroffen

Haarausfall durch Sport – nicht jeder ist betroffen

Die körperinternen Prozesse, die den Haarausfall hervorrufen könnten, sind aber nicht zwingend für den Rückgang der Haarpracht verantwortlich. Hier spielen noch andere Kriterien eine Rolle. 

Wenn also ein Sportler keine Veranlagung zum erblich-bedingten Haarausfall hat, bei seiner Ernährung auf Abwechslungsreichtum sowie hochwertige Inhalte achtet und über ein gutes Stressmanagement verfügt, gelingt es trotz Leistungssport eine normale und widerstandsfähige Haarstruktur zu bewahren. 

Haarausfall durch Sport entgegenwirken: Tipps der gesunden Haarstruktur trotz Fitness

Haarausfall durch Sport entgegenwirken: Tipps der gesunden Haarstruktur trotz Fitness​

Auch wenn Du eine genetische Veranlagung zum Haarausfall hast oder generell über eine dünne, schwache Haarbeschaffenheit verfügst, kannst Du Dein Haar präventiv gegen Haarverlust schützen. Gerade falls Du ein begeisterter Leistungssportler bist, solltest Du darum großen Wert auf die richtige Pflege Deiner Haare legen und Folgendes beachten:

  • Verwendung von erstklassigen Pflegeprodukten, die speziell auf die eigene Haarsubstanz abgestimmt und frei von Parabenen sowie Silikonen sind
  • Verzicht auf aggressive Stylings, die das Haar unnötig belasten
  • Ernährungsumstellungen nur von einem erfahrenen Experten planen lassen, um sicherzustellen, dass alle wertvollen Inhalte weiterhin konsumiert werden
  • Eine regelmäßige Zufuhr der entscheidenden Makro- und Mikronährstoffe
  • Anwendung von hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln, um einer Mangelerscheinung im Körper und damit dem Haarverlust vorzubeugen
  • Wiederkehrende Entlastungsphasen, in welchen Erholung im Mittelpunkt entsteht
  • Verzicht auf Steroide

Du siehst, es gibt einige Dinge, die jeder Sportler beachten könnte, um keinen Haarverlust hinnehmen zu müssen. 

Wichtig wäre hier zu sagen, dass selbst die Einhaltung der eben genannten Tipps keine Garantie dafür geben, dass der Haarausfall vermieden wird. Wenn Du bereits durch Deine Gene dazu neigst, von erblich-bedingter Alopezie heimgesucht zu werden, lässt sich dies meist nicht vermeiden. Dabei würde der Sport aber keinesfalls ein direkter Auslöser sein. 

Fazit

Haarausfall und Sport sind zweifelsohne miteinander verbunden. Jedoch nicht in direktem Zusammenhang, denn durch körperliche Aktivitäten wird ein vermehrter Haarverlust nicht gefördert. Es geht vielmehr um die Rahmenbedingungen, wie Stress, Leistungsdruck, falsche Ernährung oder Steroide, die den Organismus und damit auch die Haare belasten. Dies würde dann langfristig betrachtet dazu beitragen, dass die Haarstrukturen darunter leiden und im schlimmsten Fall der Haarverlust einsetzt. Insofern aber ein moderates Fitnesskonzept durchgeführt wird, die richtigen Nährstoffe an den Organismus abgegeben werden und auch die Regeneration eine Rolle spielt, kann körperliche Betätigung unseren Haaren nicht schaden. 

Christina Treu

Redaktion Frummi

Christina Treu schreibt seit 2 Jahren für Frummi. Sie ist ambitioniert immer die besten Quellen zu prüfen und die qualifiziertesten Texte für unsere Kunden zu verfassen.

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